auch jochbeinmuskel genannt.

liebes tagebuch,

die stimmung am samstag den 13.02.2010 sieht wie folgt aus:
draußen liegt viel schnee und es herrscht großes geschrei, dezibelquantitätstechnisch könnten das 3-4 samstage sein, die heute in einen samstag gepresst wurden, wie unidentifizierbare innereien in eine darmhaut bei der wurstherstellung. meine gründe nicht mitzumachen in der reihenfolge ihrer priorität: 1. erkältung, 2. dsds, 3. eine lange bahnfahrt zu den eltern morgen, am sonntag, den 14.02.2010, um 10 uhr; 4. karneval ist nicht mehr so lustig.

rtl schlägt wirklich alle rekorde in sachen planung (bzw nichtplanung), so dass ich mich immer überzeugter frage, ob da nicht doch trottel am pult sitzen. aber so eine mottoshow ist ja wie eine hochzeit, die wöchentlich stattfindet: pathetisch, emotional und aus einer nur begrenzt kontrollierbaren menschenmenge bestehend. es kann (und wird) immer etwas schiefgehen, so klein, unauffällig und durch kameraschwenks kaschierbar das zu-schiefgehende auch sein mag. während die gefühlsimplosionen so bis aufs kleinste wimpernzucken geplant wirken, fehlt auf der großen leinwand ein fragezeichen. so ein fehlendes fragezeichen ist iust diese eine prise menschlichkeit die sympathisch wirken würde, wenn sie von einem menschen ausginge und nicht von einer institution. marco schreyls zahlreiche faux pas und die unverschämte, alles andere als subtile geldeintreiberei sind nur wenige schneeflocken auf der eisbergspitze des mammutgroßen eisbergs namens ohmeingottistdaswirklichdierealität.

image_sb_271.jpg

keine ahnung ob das am cd-cover liegt, oder vielleicht an den fruchtigen klängen, aber die neue massive attack (heligoland) verursacht bei mir bizarrerweise so einen leichten orangengeschmack im mund. wirklich große klasse, beinahe das 12. weltwunder. “paradise circus” (feat. hope sandoval) ist ganz besonders nett. ich liege bereits die gesamte zweite hälfte des tages im bett und habe nichts besseres mit mir anzustellen als brokkolisuppe und musik. vorlesungsfreie zeit ist eine listige angelegenheit!

weitere schlagzeilen:
1. zu dem perfiden plagiatsfall helene hegemann ist folgendes zu sagen: hahahahahahaha!
2. der iran wird uns bald töten.
3. der iran wird uns nicht töten, wenn wir davor schon sterben, z.B. an karneval.
4. wir werden leider nicht in den himmel kommen.
5. allmacht (omnipotenz) und allwissenheit (omniszienz) schließen sich gegenseitig aus, und zwar aus folgendem grund: ein allwissendes + allmächtiges wesen muss wissen, wie es eingreifen und den ablauf der dinge verändern kann. wenn es sie aber verändert, kann das wesen es sich nicht mehr anders überlegen und ist also nicht allmächtig. danke, mr. dawkins. diese logik ist ein bisschen flach, aber sind wir nicht alle laien wenn’s um die unendlichkeit geht? sind wir.
6. “es gibt dinge, die unmöglich sind” ist ein von grund auf törichter gedanke.
7. wasserallergie ist unvorteilhaft.

Heute entdeckt:

korektuhr.JPG

Ob die person die telefonnummer/ emailadresse wohl richtig hinbekommen hat?

to-do-listen sind die schlimmsten arschlöcher aller zeiten, manchmal allerdings auch die retter. zum beispiel habe ich mir gerade eine erinnerung ins handy getippt, die besagt, dass ich meinen (anderen) handyvertrag dringend kündigen soll. der gedanke, dass man an derart banale dinge denkt, während andere gerade viel wichtigere und symbolischere dinge (z.B. reisen) erledigen , ist sehr schweißtreibend traurig. so traurig, dass sogar die häßlichkeit des kompositums “to-do-listen” davon überdeckt wird. so traurig, dass ich am liebsten eine zwiebel bei mir hätte, um das tränenpotential anderswie auszuschöpfen. so traurig, dass ich mir am liebsten einen schuss radieschensaft setzen möchte.

seit neuestem benutzen kleine viecher meinen kopf als häuschen. sie feiern parties, nehmen sich reichlich essen und kacken überallhin. vermutlich sind sie, so wie ich auch, nikotinabhängig, eventuell auch alkoholisiert und überkoffeiniert. aber das hindert sie nicht an erfolgreicher fortpflanzung und blühendem gedeihen. aber dann kommt k.laus, ein ölpräparat gegen kopfläuse, und erstickt die erwachsenen individuen. bang! die eier, die mit lausspucke sorgfältig an die haare geklebt wurden, fallen dem lauskamm zum opfer, kabuschh! jetzt findet man im wald vielleicht höchstens vereinzelte eier, die nächste woche dran sind. dann ist die laustherapie erfolgreich abgeschlossen, hoffentlich. ich kann nur sagen.. köpfe zusammenstecken ist hochgefährlich, meidet körperkontakt, koste es was es wolle!

wer sich langweilt, sollte sich mal das soziale Verhalten in Japan reinziehen. erkenntnisreiche sache, wenn man als gesichtsloser gnom im lauwarmen brei des westlichen kulturimperialismus schwimmt und sich dabei mit meridol das kehlchen warmgurgelt, um laut lieder über freiheit singen zu können.

oh, da war auch noch die Koprolalie, “Kot- und Fäkalsprache”, auch ganz lustig, aber nur wegen des Namens.

erst dauerhafter alkoholkonsum ermöglicht die erkenntnis, dass man ohne alkohol besser denken kann. dabei ist der unterschied so gravierend, dass vermutlich kein ritalin der welt an ihn (den unterschied) herankommt.
ich gebe dem alkoholentzug 5 sterne!

muss man erst in den slums gewesen sein, um einen sessel wertschätzen zu können? ich glaube schon, aber manchmal reicht auch eine dokumentation aus.

PS: mein erstes bild auf fotolia.de wurde heute verkauft, das muss gefeiert werden.

Nicht ohne Hilfe eines Randomizers erstellt, muss ich zugeben.. Das Ergebnis ist aber fantastisch ausgeartet:

The perfect framework neglects a citizen
Its dialect zones are yielding to the undesirable
The body demands an underneath farewell.

Does the lifestyle fear anything?
When will the correspondent migrate?
An entering banner initiates an optimistic fluid.

The panic bubbles near a chestnut.
Whatever the dentist hopes for, is in her assembly.

The batch reacts!