heute:

…hauptstern des großen hundes und der südlichste stern des wintersechsecks.
es war einmal ein hubble-teleskop. und alles was es sehen konnte war der sirius, weil seine linse darauf eingestellt war und sein “blick” darauf gerichtet war.
und ums teleskop herumrennende menschen waren auch nur auf den sirius versteift, sie schrieben ihre doktorarbeiten über ein staubkorn auf sirius, hatten sirius-kaffeetassen und sirius-bettwäsche, ja sie nannten ihre kinder sogar danach. nachts saßen sie in den himmel starrend und weinten, weil ihr kühler wissenschaftlicher rationalismus (”vermessen!”) im dunkeln dem urmenschlichen poetischen staunen (”unendlichkeit kann man nicht vermessen!”) wich. letztenendes hält kein verstand so einem hin-und-her in solchen ausmaßen stand, so dass alle astrophysiker (bis auf einen) 90% ihrer psychischen gesundheit für den sirius geopfert haben. die frage ist doch: sind sterne nichts als zeitgenössische gottheiten? glaubensrituale haben schon immer nur in einer richtung funktioniert.

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