Apr
20
der große brudergeburtstagstrip nach hause ist surrealerweise schon wieder vorbei. das ging so schnell, dass man denken könnte mein zeitgefühl hätte in der zwischenzeit einen pilotschein gemacht. vielleicht colabeert mein gehirn einfach nur, aber wenn ich jetzt an den sommer denke, sehe ich bereits den kommenden winter. und den sommer danach. und das wintersemester 2010. und dann ist der sommer des lebens irgendwann um, und man ertappt sich beim gehhilfenkaufen oder prothesewasserwechseln. und als wenn das nicht genug wäre, muss oma den stammbaum auspacken und über suizidfälle in der familie erzählen. und die armen toten können sich nicht wehren. ein stammbaum ist kein baumstamm.
und die welt vereint sich in slum-artigen agglomeraten, die pest bricht wieder aus, bakterien gegen menschen ist wie die rote armee gegen bayern münchen, da wird man in wettbüros doch die stifte hinschmeißen und sich vor die glotze hocken, alle wettsüchtigen werden geheilt sein, bevor sie sich äußerlich in frösche verwandeln und, typisch für die pest, nach einem huster plötzlich den geist aufgeben. ein schönes szenario ist das. nicht. alles hat ein ende, nur der kabelteil einer autobombe hat drei. aber genug des negertiven, noch scheint die sonne ja und zwar für alle! also bloß nicht auf die uhr schauen, die tickt nämlich.