Aug
22
nach diesem wunderschönen auftritt verlagert sich der schwerpunkt der existentiellen fragen auf “wer stiehlt wem die show?”, “ist googeln tatsächlich ein ersatz für melancholisches herumsitzen in einer bar um 4 uhr morgens mit einer zigarette im mund und einem whiskeyglas in der hand?”. letzteres, also ganz letzteres ist bis dato auch meine (leider nicht verwirklichte) idealvorstellung von atmosphäre, ich klischeekuh. dazu darf jeder seinen skeptikersenf abgeben. oder auch nicht. wie unpassend, leidigerweise stinkt mir alkohol ungemein, auch wenn ich gerade ein bier trinke. es gibt andere wege, sich stilistisch auszuleben. man muss sie nur finden. nur, wo soll man sie suchen? unter einem busch in einer sehr langen reihe von identischen büschen? in einem haufen kot nicht identifizierbarer lebewesen? in einem laib brot? auf dem wtc-dach? unterm bett? auf einem klavier? genug der aufzählungen, sie sind auch nur bedingt hilfreich. vielleicht liegt der sinn einer suche in der suche selbst: googeln als hobby. manchmal google ich nach wörtern wie “danach”, man weiß nie was der erste treffer sein wird. im heutigen fall: “Pille danach”. ein modernes orakel ohne gleichen, infernale maschine des teufels, that’s what google is.