Nov
5
memoiren für die enkel:
„we dont have enough information to make a projection.“ / Hologrammenfrau! Ooh. / information!
[interview]
CP.de: Wo waren Sie, als Obcain gewählt wurde?
sw: tja wissen Sie, ich habe 2 stunden lang die Stadt nach einem Lokal durchforstet, der die Wahlen mit Ton zeigen würde, dabei waren wir in einer äußerst bizarren Gesellschaft bestehend aus arbeitskollegen (-in), ihren freunden und zwei nicht-deutschsprachigen genossen, so dass der abend themengerecht in einem englisch-deutsch-italienisch-russischen mischmaschnebel versank.
m: als ob! [anm.d.red.: bezogen auf “..als Obcain” in der frage]*gähn* ich kann nicht unter druck. […] wir waren überall… wir waren mit ausländischen menschen / barack obama-unterstützern (anm.d.red.: „yes we can, yes we can“).
[/interview]
Momentan steht der gewinner nicht fest, das unterstreicht den historischen Charakter dieses Moments. Mir tun diejenigen schon fast leid, die gerade schlafen. Showbizz, theater, zirkus. Hier in der Küche: weirdness. Ich habe mich noch nie so mit der fernsehrealität verbunden gefühlt.
[nachtrag: 4:22 (33 :)]
zitat: ein weisser präsident ist ja auch nicht nur ein präsident für die weißen amerikaner [seine intergrität, seine jugendness…]/zitat (jesse jackson).
Das Große Theoretische Fazit:
im grunde sieht alles folgendermaßen aus: quantenmechanik kann ich als erklärungsansatz nicht mehr benutzen, das heißt man müsste sich mit pseudowissenschaftlich-pseudofatalistischen aspekten auseinandersetzen, um das ganze ding zu verstehen. ein pseudoschwarzweißer pseudopräsident in einer pseudoinszenierten pseudorealität der pseudopolitik. es ist ungewiss, was uns nach der postmoderne erwartet.
was dennoch wichtig sein könnte ist die metaebene:
1. wir haben ein wichtiges ereignis, das dementsprechend in den medien breitgetreten wird.
2. es könnte sich um ein pseudoereignis handeln (a lá fussball).
3. falls es doch wichtig sein sollte, trägt es einen ausschließlich “wo warst du als”-charakter: egal wie fake solche ereignisse sind, sie tragen zunkunftsfrüchte und sind anhaltspunkte im persönlichen und öffentlichen system.
4.(weniger wichtig) das schwarz-vs-weiß-thema: sämtliche dualitäten stehen auf der bühne, aber nur für jene, denen dunkelhäutige menschen so ein dualitätsunwohlgefühl bereiten.
das eigentliche fazit wäre eher: es gibt eine ultimative homogeneität, sowohl was ereignisse, als auch individuen (handelnde subjekte) angeht.
[/nachtrag]
PS: es geht gerade um die ehefrauen der präsidenten
[nachtrag 2]
“die dpa meldet: “obama gewinnt virginia!”
wir bleiben besser vorsichtig und halten uns an unsere informationsquellen.”
ZDF, 4:47
[/nachtrag 2]