heute:

heute abend habe ich mir eine (zugegeben) vandalistische aktion geleistet: eine flasche auf ein gleis gelegt und gewartet was herauskommt. das resultat sah man fast nicht, ich habe nur einen fetzen einer folie gefunden. als der ice herbeigefahren kam, gab es ein einzigartiges geräusch, das etwa eine gute mitte zwischen dem knacks eines gebrochenen knochens und dem schrillen geräusch eines gebrochenen glases sein könnte. die angst vor querschlägern ist wohl unbegründet, aber man weiß ja nie, welches atom auf welches andere atom trifft. ich wette, dass kein physiker der welt vorhersagen könnte, was bei einer anderen flasche passiert wäre.

ein dennoch wertvoller gedanke, der mir dabei kam war: die fähigkeit, sich als mensch zugleich auch als das entsprechende soziale wesen zu benehmen besteht nicht darin, in seinen mitmenschen eine vitrine zu sehen. es ist nicht der punkt des ganzen, andere menschen nur als reflektierende flächen zu betrachten. denn hinter diesen glaswänden sitzt womöglich jemand, der einen sehen kann, während man sich in der vitrine die haare zurechtkämmt.

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