Jul
22
spekulation ist kein kavaliersdelikt
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liebe enkeltochter,
es ist ohnehin eine lustige angelegenheit, “geisteswissenschaftlern” bei ihren ausführungen zu naturwissenschaftlichen themen zuzuhören. einst habe auch ich gern mal mit begriffen um mich geschmissen, ohne mir zuerst gedanken über die definitionen eben dieser begriffe gemacht zu haben.
dazu folgende geschichte: irgendwann saß ich unter einem apfelbaum und war sehr müde. ich schlief ein, und irgendwann eine viertelstunde später fiel mir eine riesige enzyklopädie auf den kopf, muss wohl aus einem flugzeug oder heißluftballon gefallen sein. jedenfalls war ich zunächst so benommen, dass ich die definition von “zufall” nachgeschlagen habe. beim lesen der definition ist mir aufgefallen, dass auch teile dieser definition wie “ausgangspunkt”, “endsituation” und “ursache” jeweils eine definition hatten. bedeutet konsequenterweise, dass man definitionen theoretisch in endlosschleife nachschlagen könnte. aber weil das buch mich am kopf verletzt hatte, habe ich die meisten seiten vollgeblutet. die moral der geschichte ist: bücher können schwer sein, aber es lohnt sich hineinzuschauen.
aber apropos zufall, ich hoffe du kennst den film “30 über nacht”, der hat mir schon viele schlaflose nächte kognitiver agonie beschert.
bussi,
oma.